Archive for the ‘Schmerz’ Category

traurig

Montag, April 6th, 2009

was ist das traurig???? ein bitter-süßer leicht ziehender schmerz immer mit einsamkeit gekoppelt, lasse ich mich ganz reinfallen-läßt er nach, ich sage ja und die traurigkeit verändert sich wird zur Freude… Jedes wirkliches ja wird zur Freude, denn sie verbindet mit der Einheit……. hm ein Blick auf das Wunder, das sich Leben nennt…..

Neustart

Mittwoch, April 1st, 2009

ja irgendwie bin ich dabei neu zu starten. Gestern habe ich mit dem Bloggen ausgesetzt- ich war zu ausgelaugt… Außerdem mußte ich mich auf das Meditieren vorbereiten. Da waren schon Ängste da. Mutig bin ich trotzdem gegangen und wurde belohnt. Es setzt sich das Gefühl eines Resets. Alle Erfahrungen, Vorstellungen und Wünsche werden langsam gelöscht. Manchmal schmerzhaft gelöscht. Wie fühlt sich eine Festplatte, wenn sie neu formatiert wird- tut das weh…..????.

Neustart

Ich wurde neu formatiert
Alles auf einmal ganz anders funktioniert

Statt mich dem Kampf des Lebens zu stellen
sehe ich alles nur mehr in Wellen

Ich balle keine Fäuste mehr
dazu liebt mein Herz zu sehr

In jedem Moment gebe ich mich ganz hin
Drum ich immer anders bin

Nur die Kraft meiner Leidenschaft ist gleich
Meine Seele wurde butterweich

Dies ist ein scheinbarer Widerspruch
Es wird aufgelöst, wenn man die Einheit sucht

Freischwebend fliegt der Kobold…

Panik

Samstag, März 28th, 2009

Es kam wie es wohl kommen musste… Bei der Meditation in der Gruppe heute morgen hatte ich in der zweiten Runde eine Art Panikattacke. Mein Bein war eingeschlafen, es schmerzte höllisch. Am liebsten wäre ich gegangen… ging aber nicht, denn mit einem eingeschlafenem Bein konnte ich nicht gehen, ich fühlte mich total hilflos, mir wurde heiß, ich hatte das Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Na ja ich blieb und ich blieb in Panik. Das war mir noch nie passiert- weder innerhalb- noch außerhalb der Meditation. Cool war, das mein Bein am Ende der Meditation sehr beweglich war……..Das Kopfkino konnte sich nicht klarer entlarven….. Eine Panikattacke ist ja in der Regel eine Verlagerung, das heißt man will etwas nicht zulassen… Ich wollte die Tränen nicht wieder so fließen lassen, wie beim letzten Mal. Ich glaube, erstmal gestehe ich mir zu, dass die Tränen fließen können. Das nächste Mal frag ich, ob das für die Leute ein Problem ist, wenn das passiert…. Dann sollte sich das mit der Panik wohl erledigen…Mein Optimismus kennt keine Grenzen.

So und heute wage ich es ein Gedicht zu “veröffentlichen”, das ich schon immer reinstellen wollte, aber mich nie getraut habe. Also die Panik heute hat mich gelehrt, es ist besser die Dinge,die anstehen zuzulassen und so will ich es trotz leichten Bauchgrimmens tun. ich schrieb dies Gedicht nach einer Erfahrung mit körperlicher Gewalt. In der dann folgenden großen Verzweiflung machte ich eine existentielle Erfahrung von Trost. Somit passt dies zum Thema von gestern und irgendwie auch von heute…
Kostbarkeiten
Das Leben an sich
ist eine Kostbarkeit

Der Flügelschlag eines Schmetterlings
ist eine Kostbarkeit

Das Lächeln eines Kindes
ist eine Kostbarkeit

die Wärme auf den Steinen
ist eine Kostbarkeit

Deine Faust in meinem Gesicht
ist eine Kostbarkeit

Meine Faust in deinem Gesicht
ist eine Kostbarkeit

unsere blutenden Nasen
sind eine Kostbarkeit

die Träne des Schmerzens
ist eine Kostbarkeit

die Träne der Freude
ist eine Kostbarkeit

die erwiderte Liebe
ist eine Kostbarkeit

die verschmähte Liebe
ist eine Kostbarkeit

die Stille
ist eine Kostbarkeit

der Lärm
ist eine Kostbarkeit

Alles ist Teil des Universums
Alles ist vergänglich
Alles ist eine Perle des Augenblicks im Schatz der Entwicklung

So lerne ich immer mehr das Geschenk jeden Augenblicks anzunehmen….so schwer es auch ab und an fällt. Dieses Gedicht ist in seiner Klarheit für mich immer wieder eine Herausforderung, es ist so leicht mißzuverstehen……und deshalb ist es so schwer es anderen mitzuteilen. ….auch für einen Kobold

Weitergehen

Sonntag, März 22nd, 2009

hm heute ist mal wieder Kopfschmerztag- trotzdem schreibe ich hier. Gestern ist es beim Meditieren erstmals fast nicht aushaltbar gewesen. Ich hätte husten müssen, wollte aber nicht, es war in der Gruppe… dann das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ich merkte, es war wie mit Schmerzen im Rücken, in den Knien, okay dass es da ist, okay dass ich keine Luft mehr bekomme, aber es muss keine Auswirkungen auf mein Handeln haben. Mir liefen die Tränen runter vor Anstrengung, aber es war genauso zu tun. Diese Erfahrung hilft mir heute, die Kopfschermerzen sind da, es ist okay… aber es bedeutet nicht, dass es mich bei meinem Tun behindert. Welche Freiheit, welcher Frieden…’Gut wirkliches Entspannen und im Hier und Jetzt sein fällt noch etwas schwer, aber es ist ein Prozesss des Lernens….Hm ja, einfach weitergehen und entscheiden, was gerade jetzt zu tun ist…. es scheint es entwickelt sich ein Ansatz von Lässigkeit, im Sinne von Gelassenheit und so grüße ich ganz entspannt mit meinem Lieblingssatz:

Absichtslosigkeit ist ein wunderbares Kleid
ist ein Spiegel der Unendlichkeit……

Loslösen

Mittwoch, März 18th, 2009

Uff heute ist das im Hier und Jetzt sein echt nicht angenehm. Mein Sohn tickt bald ziemlich aus- ich weiß nicht wo es endet. Doch habe ich gestern abend meine beiden Großen losgelassen. Es war, es ist schmerzvoll. Ich war wieder mal bereit diesen Schmerz zu spüren und nur diesen Schmerz und in diesem Moment der ganz klaren Entscheidung, spürte ich Engel im Raum. Ganz viele Engel, die sich um mich kümmerten, mich warm zudeckten. Mir wurde klar, welche Anmaßung zu glauben, meine Kinder wären nur auf sich gestellt, sie sind genauso im Leben beschützt wie ich auch. Es wird genauso für sie gesorgt, sie müssen ihre eigenen Schmerzen ertragen, aushalten und lernen, ganz allein.

Ich bin dankbar für mein Krafttier. Als ich Sylvester in der Gedenkstätte Dachau war, kam mein Krafttier zu mir. Ein Schmetterling. Im Moment des Annehmens von allen Schmerzen war er da. Mir wurde klar. In dem Moment, in dem ich nur ja sage, zu was auch immer, indem ich allen Widerstand aufgeben, in diesem Moment beginnt die Freiheit, die Leichtigkeit. Ich habe mein Krafttier gemalt. Es erinnert mich immer an …………………alles

Ich fühle mich getröstet und aufgehoben, auch weil ich schreiben darf… So seid gegrüßt, wer immer dies auch lesen mag.

Na ja, so ganz ohne Gedicht mag ich jetzt nicht gehen. Es folgt eins auch der Konserve.
Schmerz
Schmerz ist das Leiden an der Endlichkeit
Schmerz ist das Leiden an der Zeit

Werde ich körperlich oder seelisch gequält
Bin ich mit dem Schmerz vermählt

Ich bin ganz im Schmerz zu Haus
Auch wenn es mir damit graust

Die Sonne kann ich nicht sehen
Genauso wenig wie das weitere Geschehen

Welches die Welt umtreibt
Während ich mich an den Schmerzen reib

Sehe ich in dem Schmerzen nicht nur die Bösen
Werd`ich mich erlösen

Ein wenig Licht kann ich jetzt spüren
Die Göttlichkeit kann mich berühren

Auf einmal ich großen Trost erfahre
Durch die göttliche Gnade

Fern von Raum, Schmerz und Zeit
Genieße ich den Frieden der Unendlichkeit

Zynisch?

Donnerstag, März 12th, 2009

Hallo

Gestern stellte habe ich einen Blogbeitrag veröffentlicht ohne vorher die Nachrichten gehört zu haben. Mit dem Amoklauf in den Gedanken und im Herzen hört sich ein Satz wie Hihi und hähä statt Buh und Bäh ziemlich zynisch,ja nachgerade brutal an. Jedenfalls in der relativen Wirklichkeit. Der Amoklauf hat in mir ganz viel Schmerz fühlbar gemacht. Dieser Schmerz steht vor der Leichtigkeit. Denn das Lachen bleibt weiter Bestandteil des Lebens, doch tiefes Mitgefühl und das Wissen um die Vergänglichkeit stehen bei mir jetzt im Vordergrund. Und doch spüre ich tiefes Glück, als Teil der Einheit, der wirklichen Vollkommenheit

Im Schmerz vereint
Der Schmerz, den keine Bewertung erreicht
Der nichts mit gut oder böse vergleicht

Dieser Schmerz fällt aus der Zeit
Gestaltet eine eigene Wirklichkeit

Denn lässt du im Schmerz alle Ängste, alle Wünsche los
Kehrst du heim in Gottes Schoß

Bist mit allem vereint
Während du tiefe Tränen weinst

Siehst die göttliche Vollkommenheit
Fern ab der relativen Wirklichkeit

In diesem Sinne: einen besinnlichen Tag.. Der Kobold

Regenbogen

Mittwoch, März 11th, 2009

Hallo….
als ich zwei riesengroße Regenbogen sah, die zusammen ein Tor bildeten, wußte ich: Mir war nichts zufälliges passiert. Alles hatte seinen Sinn und ich bekam eine erste Ahnung von der Leichtigkeit des Seins:

Regenbogen:
Ich bin ganz und gar aufgesogen,
Von diesem tollem Regenbogen

Trauer, Wut, Einsamkeit und Schmerz,
Freude Mitgefühl und Glück
Für dies alles ist Platz in meinem Herz
Aber es macht mir total verrückt

Das eine möchte ich haben
Dem anderen möchte ich entsagen

Und trotzdem baute man eine Leitung
In die Tiefe meines Herzens

Dies bewirkte eine Art Befruchtung
Mit dem Kern universellem Lebens

Was das für mich bedeutet?
Bin ich jetzt wohl erleuchtet?

Dies ist leider nicht die eine Frage, die sich stellt,
Auch wenn sie meiner Eitelkeit sehr gut gefällt

Was kann ich im Leben sein?
Wo pack ich Kraft und Leidenschaft rein?

Wie kann ich dem Leben dienen
Ohne mich zu verbiegen?

Wo ich eine Antwort finde?
Vielleicht in meinem Kinde?

Nee, das ist es nicht
Genauso wenig wie die Pflicht

Hmm im Lachen steckt die Antwort drin,
das ist die Antwort, die ich find..

Vielleicht bist du ja jetzt überrascht
Hältst das alles nur für Quatsch?

HiHi und HäHä
Statt Buhh und Bähh?

Wenn du es so nennen magst,
stimmt, damit ist eigentlich alles gesagt..

ach ja..
Transformation
Ist die wissenschaftliche Definition…

dieses Gedicht machte und macht mir immer wieder viel Freude. Falls dies jemand liest, dem ähnliches passiert ist, so möchte ich mit meiner Geschichte Mut machen. Ich werde in dieser Woche noch von einigen sehr verzweifelten Momenten berichten. Doch auch von der Schönheit und von der Liebe möchte ich schreiben. Ich habe gelernt, zum Teil sehr mühsam gelernt, alles anzunehmen, die Ängste, die Verzweiflung, die Liebe und natürlich die Kostbarkeit jeden Augenblicks. Mir ist es wichtig diese Erfahrung zu teilen, auf dass sie vielleicht jemanden zu Ohren/Augen kommen möge, der das Wissen um genau so eine Erfahrung braucht.

Zwischen allen Stühlen

Dienstag, März 10th, 2009

Hallo

ja, da stand ich nun noch nicht wirklich wach sein wollend - aber nicht mehr schlafen könnend. Als alleinerziehende berufstätige Mutter von drei Kindern mit Ambitionen sich nebenher eine Selbständigkeit aufzubauen, war ich mit dem Erlebnis ziemlich überfordert. Eine Bekannte aus dem Seminar hatte Erfahrung mit Zen und half mir mich zu ordnen. Sie konnte das Geschehene nur bedingt nachvollziehen. Unter dem Begriff “Sterben auf den Kissen” hatte sie schon davon gehört. Sie machte immer wieder deutlich, dass ihre Erfahrung nicht ausreichte um mich wirklich zu begleiten

Es fiel mir schwer mir Lehrer zu suchen, irgendwie hoffte ich, das geht schon wieder vorbei. Immer verlor alles mit der Zeit an Gewicht, jedes Problem jede Liebe…So würde es auch hiermit gehen, dachte und hoffte ich. Denn ich scheute den Aufwand mich auf den Weg zu machen. Diese übergroße Liebe und das Wissen um Unendlichkeit wurden zu einem Teil von mir, den ich zu verdrängen versuchte. Ab und an meditierte ich, schrieb Gedichte und meinte, dass müsse reichen…. bis es sich vielleicht irgendwann verflüchtigte…..Ich kam mir häufig verrückt vor, durchgeknallt. Die Kinder, die Arbeit, alles schien von Tag zu Tag mehr an Bedeutung zu verlieren. Verzweifelt versuchte ich wieder die zu werden, die ich vorher war. Aus heutiger Sicht fühlte sich das damals- von Juli 2007 bis Juli 2008 etwas so an:

Zwischen allen Stühlen

Zwischen allen Stühlen
Mit meinen Gefühlen

In der Stille mit der Freude sein
In allem ganz allein

Habe mich nicht auf dem Weg gemacht
Die Erfahrung wurde mir gebracht

Kam einfach über mich
Still und heimlich

Entführte mich in ein neues Land
Mit dem mich gar nichts verband

Verstand die Sprache nicht
Kannte kein einziges Gesicht

Eine Frau die zu helfen versuchte
Dabei das Helfen immer verfluchte

Mein Alltag blieb gleich
Die Tränen kamen Tränen leicht

Niemand, der mir half wirklich zu verstehen
Immer in der Gefahr unterzugehen

Nie konnte ich vor dem Nichts und der Liebe fliehen
Dabei wäre ich so gern wie ich war geblieben

Mühsam fand ich mich zurecht
Häufig war mir richtig schlecht

Ganz langsam gebe ich mich dem Erwachen hin,
auch wenn ich nicht weiss wer ich dann bin

Die schönen, die leichten Momente, die ich natürlich auch hatte, machten mir in ihrer Absolutheit Angst. Doch ab und an konnte ich mich der Leichtigkeit einfach so hingeben. Wie sich das anfühle, schreibe ich morgen….