Archive for the ‘Im-jetzt sein’ Category

Falle

Donnerstag, März 19th, 2009

Heute fällt es mir schwer zu schreiben. Ich denke, dass ich gestern sehr wehleidig und selbstmitleidig war. So gar nicht “erleuchtet”. Ich komme mir so ertappt vor, schließlich habe ich es auch noch “öffentlich” gemacht….. Schmunzel. Ja, das seh ich mich endlich mal wieder in meiner ganzen Menschlichkeit, in meiner ganzen Verzagheit und stelle fest: Wie wunderbar das Leben ist!! Mein Sohn lehrte mich zu erkennen, wie sehr ich gestern im Vergangenen war, wie wenig in der Situation, wie sie tatsächlich war. Das Im-Moment sein- ist wirklich für mich nicht immer leicht zu gestalten.

Die beschriebene Szene mit den Engeln erschien mir sehr real, sehr wahr, obwohl das echt nicht mein Ding ist. Zen ist eher die Richtung die mich anspricht. Nun ja, aber was ist, das ist…

Ich habe jetzt auch so ein Blogg-Tief. Warum schreibe ich überhaupt, wenn es doch niemand liest, und vielleicht schlimmer noch, wenn das jemand liest, was denkt der von mir….. Hm… ja das Ego tut sich nicht leicht mit solchen mutigen, weil nicht kontrollierbaren Vorhaben.

Die Erfahrung von gestern war für mich auch eine Lehre über die Selbstgerechtigkeit, die ich bei mir ab und an erleben darf:

Die Falle
Gestern bekam ich eine Lehre
Über die Essenz der Leere

Ich dachte kein Anhaften mich mehr berührt
Doch es war nur mein Ego verführt

Als mein Sohn aus den Rahmen schlug
witterte ich gleich groben Unfug

Doch ich lag so sehr daneben
war in der Anhaftung, statt im Leben

Wünsch mir, dass ich diese Lehre
nie wieder in ihr Gegenteil verkehre

Jetzt bin ich ganz froh wie der Mops im Haferstroh.. Habe jetzt nämlich mal wieder kapiert, dass ich keine Seminare brauche. Denn ich habe mit meinen Kindern wunderbare Lehrer, die sofort jedes Nicht-im-Moment sein aufs Klarste spiegeln. Boah- wie weise alles ist….und damit ich tatsächlich verstehe einen wunderbaren Ort zum Meditieren in der Gemeinschaft.

Wünsche allen Lebewesen auf dieser wunderbaren Erde die Gabe den Moment zu genießen.Grinsend grüßt der Kobold

Loslösen

Mittwoch, März 18th, 2009

Uff heute ist das im Hier und Jetzt sein echt nicht angenehm. Mein Sohn tickt bald ziemlich aus- ich weiß nicht wo es endet. Doch habe ich gestern abend meine beiden Großen losgelassen. Es war, es ist schmerzvoll. Ich war wieder mal bereit diesen Schmerz zu spüren und nur diesen Schmerz und in diesem Moment der ganz klaren Entscheidung, spürte ich Engel im Raum. Ganz viele Engel, die sich um mich kümmerten, mich warm zudeckten. Mir wurde klar, welche Anmaßung zu glauben, meine Kinder wären nur auf sich gestellt, sie sind genauso im Leben beschützt wie ich auch. Es wird genauso für sie gesorgt, sie müssen ihre eigenen Schmerzen ertragen, aushalten und lernen, ganz allein.

Ich bin dankbar für mein Krafttier. Als ich Sylvester in der Gedenkstätte Dachau war, kam mein Krafttier zu mir. Ein Schmetterling. Im Moment des Annehmens von allen Schmerzen war er da. Mir wurde klar. In dem Moment, in dem ich nur ja sage, zu was auch immer, indem ich allen Widerstand aufgeben, in diesem Moment beginnt die Freiheit, die Leichtigkeit. Ich habe mein Krafttier gemalt. Es erinnert mich immer an …………………alles

Ich fühle mich getröstet und aufgehoben, auch weil ich schreiben darf… So seid gegrüßt, wer immer dies auch lesen mag.

Na ja, so ganz ohne Gedicht mag ich jetzt nicht gehen. Es folgt eins auch der Konserve.
Schmerz
Schmerz ist das Leiden an der Endlichkeit
Schmerz ist das Leiden an der Zeit

Werde ich körperlich oder seelisch gequält
Bin ich mit dem Schmerz vermählt

Ich bin ganz im Schmerz zu Haus
Auch wenn es mir damit graust

Die Sonne kann ich nicht sehen
Genauso wenig wie das weitere Geschehen

Welches die Welt umtreibt
Während ich mich an den Schmerzen reib

Sehe ich in dem Schmerzen nicht nur die Bösen
Werd`ich mich erlösen

Ein wenig Licht kann ich jetzt spüren
Die Göttlichkeit kann mich berühren

Auf einmal ich großen Trost erfahre
Durch die göttliche Gnade

Fern von Raum, Schmerz und Zeit
Genieße ich den Frieden der Unendlichkeit

Zeit

Montag, März 16th, 2009

Zwischen Kaffekränzchen und Putzen schreibe ich schnell meinen Blogg. Geplant hatte ich das ja ganz anders. Ich wollte den Blog mindestens einen Tag vorschreiben- nach dem Motto: So gibt es nie Stress. Nun das Leben lehrte mich ziemlich schnell den Haken von diesem Plan: Ich schreibe in der Vergangenheit für die Zukunft- wo bitte bleibt das Jetzt?? Für mich war der Ausgangspunkt dies zu erkennen (siehe Zynisch) ziemlich grausam….- aber klar und nachhaltig.

Heute morgen am Frühstückstisch flogen mir folgende Zeilen zu

Farben

Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit
Sind die Farben der Zeit

Wer mit diesen Farben das Leben nicht nur verwaltet
Sondern gar freudig gestaltet

Erkennt in jedem Augenblick
Das große Glück

Erlebt jeden Moment
Total präsent

Erfährt sich ganz im Hier und jetzt
Mit der Kraft des Göttlichen vernetzt….

Klar - ein wenig gezwungen von den Reimen aber vom Inhalt ziemlich wahr und klar- jedenfalls für mich…. In diesem Sinne grüßt sehr lebendig und total präsent ganz im Göttlichen vernetzt und lauthals lachend vor lauter Glück der Kobold