alles verwandelt sich, selbst wenn ich jeden tag das gleiche tue, ist es jeden tag anders. Ich habe nichts in der Hand. Ich habe nur diesen Moment. Wenn ich plane…. ist es letzendlich nur bedingt zu was nutze. Dies mußte ich gestern mal wieder schmerzhaft lernen: Wollte im Urlaub Frühjahrsputz machen, viel meditieren…. Die ersten beiden tage war ich gut dabei und dann …. zog ich mir bei einem Sturz eine schmerzhafte Fleischwunde zu. mit der tetanusspritze im Arm der Wunde am Bein, bin ich ziemlich flachgelegt, geschlaucht, könnte heulen vor wut, was jetzt alles nicht geht und lachen vor Begeisterung über die Wunder des Lebens. Erinnere mich etwas melancholisch an ein Gedicht, dass ich geschrieben haben, als ich anfing das Erlebnis zu akzeptieren- merke- es passt gerade heute ziemlich gut..
Verstoßen
Aus dem Netz gestoßen
Fliege ich mühsam
Die Flügel sind mir fremd
Scheinen klein und zart
Zu zart um den Gesetzen der Schwerkraft zu trotzen?
Ich weiß nicht, ob ich fliegen will
Und so kämpfe ich mich mühsam fort
Zum Nest darf ich nicht zurück
Kein anderer Platz ist zum Ausruhen vorgesehen
Wenn ich nicht fliege stürze ich ab
Fliegen ist leichter als abstürzen
Doch wie kann ich Naturgesetzen trotzen
Wer bin ich, dass ich das vermag
Alles steht Kopf und alles ist anders
Nicht ist an seinem Platz
Auch ich bin ver-rückt
Wenn ich meine Schwingen spür
Und tief Luft hole
Bin ich mir unendlich fremd
Hier oben bin ich frei von allen Bezugspunkten
Wo und wer bin ich?
Ein Mensch, der zum Vogel wird
Das gibt es nur im Märchen,
warum passiert es mir wirklich?