Archive for März, 2009

Der Witz

Freitag, März 20th, 2009

Schallend lache ich

Über des Lebens größten Witz:

Es ist

Falle

Donnerstag, März 19th, 2009

Heute fällt es mir schwer zu schreiben. Ich denke, dass ich gestern sehr wehleidig und selbstmitleidig war. So gar nicht “erleuchtet”. Ich komme mir so ertappt vor, schließlich habe ich es auch noch “öffentlich” gemacht….. Schmunzel. Ja, das seh ich mich endlich mal wieder in meiner ganzen Menschlichkeit, in meiner ganzen Verzagheit und stelle fest: Wie wunderbar das Leben ist!! Mein Sohn lehrte mich zu erkennen, wie sehr ich gestern im Vergangenen war, wie wenig in der Situation, wie sie tatsächlich war. Das Im-Moment sein- ist wirklich für mich nicht immer leicht zu gestalten.

Die beschriebene Szene mit den Engeln erschien mir sehr real, sehr wahr, obwohl das echt nicht mein Ding ist. Zen ist eher die Richtung die mich anspricht. Nun ja, aber was ist, das ist…

Ich habe jetzt auch so ein Blogg-Tief. Warum schreibe ich überhaupt, wenn es doch niemand liest, und vielleicht schlimmer noch, wenn das jemand liest, was denkt der von mir….. Hm… ja das Ego tut sich nicht leicht mit solchen mutigen, weil nicht kontrollierbaren Vorhaben.

Die Erfahrung von gestern war für mich auch eine Lehre über die Selbstgerechtigkeit, die ich bei mir ab und an erleben darf:

Die Falle
Gestern bekam ich eine Lehre
Über die Essenz der Leere

Ich dachte kein Anhaften mich mehr berührt
Doch es war nur mein Ego verführt

Als mein Sohn aus den Rahmen schlug
witterte ich gleich groben Unfug

Doch ich lag so sehr daneben
war in der Anhaftung, statt im Leben

Wünsch mir, dass ich diese Lehre
nie wieder in ihr Gegenteil verkehre

Jetzt bin ich ganz froh wie der Mops im Haferstroh.. Habe jetzt nämlich mal wieder kapiert, dass ich keine Seminare brauche. Denn ich habe mit meinen Kindern wunderbare Lehrer, die sofort jedes Nicht-im-Moment sein aufs Klarste spiegeln. Boah- wie weise alles ist….und damit ich tatsächlich verstehe einen wunderbaren Ort zum Meditieren in der Gemeinschaft.

Wünsche allen Lebewesen auf dieser wunderbaren Erde die Gabe den Moment zu genießen.Grinsend grüßt der Kobold

Loslösen

Mittwoch, März 18th, 2009

Uff heute ist das im Hier und Jetzt sein echt nicht angenehm. Mein Sohn tickt bald ziemlich aus- ich weiß nicht wo es endet. Doch habe ich gestern abend meine beiden Großen losgelassen. Es war, es ist schmerzvoll. Ich war wieder mal bereit diesen Schmerz zu spüren und nur diesen Schmerz und in diesem Moment der ganz klaren Entscheidung, spürte ich Engel im Raum. Ganz viele Engel, die sich um mich kümmerten, mich warm zudeckten. Mir wurde klar, welche Anmaßung zu glauben, meine Kinder wären nur auf sich gestellt, sie sind genauso im Leben beschützt wie ich auch. Es wird genauso für sie gesorgt, sie müssen ihre eigenen Schmerzen ertragen, aushalten und lernen, ganz allein.

Ich bin dankbar für mein Krafttier. Als ich Sylvester in der Gedenkstätte Dachau war, kam mein Krafttier zu mir. Ein Schmetterling. Im Moment des Annehmens von allen Schmerzen war er da. Mir wurde klar. In dem Moment, in dem ich nur ja sage, zu was auch immer, indem ich allen Widerstand aufgeben, in diesem Moment beginnt die Freiheit, die Leichtigkeit. Ich habe mein Krafttier gemalt. Es erinnert mich immer an …………………alles

Ich fühle mich getröstet und aufgehoben, auch weil ich schreiben darf… So seid gegrüßt, wer immer dies auch lesen mag.

Na ja, so ganz ohne Gedicht mag ich jetzt nicht gehen. Es folgt eins auch der Konserve.
Schmerz
Schmerz ist das Leiden an der Endlichkeit
Schmerz ist das Leiden an der Zeit

Werde ich körperlich oder seelisch gequält
Bin ich mit dem Schmerz vermählt

Ich bin ganz im Schmerz zu Haus
Auch wenn es mir damit graust

Die Sonne kann ich nicht sehen
Genauso wenig wie das weitere Geschehen

Welches die Welt umtreibt
Während ich mich an den Schmerzen reib

Sehe ich in dem Schmerzen nicht nur die Bösen
Werd`ich mich erlösen

Ein wenig Licht kann ich jetzt spüren
Die Göttlichkeit kann mich berühren

Auf einmal ich großen Trost erfahre
Durch die göttliche Gnade

Fern von Raum, Schmerz und Zeit
Genieße ich den Frieden der Unendlichkeit

Soll und Haben

Dienstag, März 17th, 2009

Als Buchhalterin habe ich immer mit dem Denken in der Dualität zu tun. Kann man diese Dualität auch auflösen? Diese Frage stellte ich mir heute in der U-Bahn. Folgende Antwort kam:

Soll und Haben
Um im Soll und Haben
Die Einheit zu wagen

Muss ich alles stornieren
Nur so kann Einheit funktionieren

Die Trennung wird aufgeboben
Ist vom Nichts aufgesogen

Hm irgendwie ziemlich koboldlike. Bin im Moment sehr erschöpft, ausgelaugt traurig und einsam. Der Schmerz vom Getrenntsein ist wach, weiß gar nicht wie ich es anders beschreiben kann. Irgendetwas in mir fühlt sich nach Abschied, nach Trennung, nach ‘Tot an. Wie schrieb Ulli Olvedi, doch so schön in einem Roman: Sterben ist gut Oh lala……

Aber dennoch: Hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert. Irgendwo tief tief in mir drin, ist etwas das sich immer köstlich amüsiert- was immer auch im Außen passiert, welcher Schmerz auch immer gerade fühlbar wird

Mit viel Lebensfreude grüßt ein melancholisch grinsender Kobold

Zeit

Montag, März 16th, 2009

Zwischen Kaffekränzchen und Putzen schreibe ich schnell meinen Blogg. Geplant hatte ich das ja ganz anders. Ich wollte den Blog mindestens einen Tag vorschreiben- nach dem Motto: So gibt es nie Stress. Nun das Leben lehrte mich ziemlich schnell den Haken von diesem Plan: Ich schreibe in der Vergangenheit für die Zukunft- wo bitte bleibt das Jetzt?? Für mich war der Ausgangspunkt dies zu erkennen (siehe Zynisch) ziemlich grausam….- aber klar und nachhaltig.

Heute morgen am Frühstückstisch flogen mir folgende Zeilen zu

Farben

Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit
Sind die Farben der Zeit

Wer mit diesen Farben das Leben nicht nur verwaltet
Sondern gar freudig gestaltet

Erkennt in jedem Augenblick
Das große Glück

Erlebt jeden Moment
Total präsent

Erfährt sich ganz im Hier und jetzt
Mit der Kraft des Göttlichen vernetzt….

Klar - ein wenig gezwungen von den Reimen aber vom Inhalt ziemlich wahr und klar- jedenfalls für mich…. In diesem Sinne grüßt sehr lebendig und total präsent ganz im Göttlichen vernetzt und lauthals lachend vor lauter Glück der Kobold

Machtspiele

Sonntag, März 15th, 2009

Das Thema von gestern wirkt noch sehr nach……

Machtspiele II

Macht braucht ein Gegenüber

Einheit ist
Liebe ist
Stille ist

sprach der Kobold

Macht

Samstag, März 14th, 2009

Heute habe ich in der Meditation ein Geschenk erhalten: Das Erkennen vom Wesen der Macht. Die Macht ist das Denken in der Dualität. Bei jeder Bewertung geht es um das Denken in Hierachien- um besser, schöner, brutaler, grausamer..

Begibt man sich auf diese Ebene, ist die Einheit verloren. Klar, eine Binsenweisheit für alle die auf dem Weg sind. Wie gelingt es sich diesem Denken in der realen Welt zu entziehen? Was mache ich, wenn ein Mensch gedemütigt wird. Klar ist: Wenn ich handeln kann, also wenn ich in dem Moment anwesend bin, dann gilt es zu handeln! Wenn ich es nur höre, dann versuche ich mich dem Denken in Bewertungen zu entziehen, versuche den Schmerz von beiden Seelen (den Gedemütigten und den Demütigenden) in mich auf zu nehmen. In diesem gemeinsamen Leid ist die Einheit vorhanden, die Trennung aufgehoben. Ich gehe immer davon aus: Leidvolles Handeln kann nur auf der Basis vom eigenen Leid erfolgen.

Heute ist mir die Freiheit der Wahl sehr bewußt geworden, genauso wie die Sinnlosigkeit von Macht und Kampf. Ich kann es nur unzureichend erklären. Für mich drückt es sich in folgenden Worten klarer aus:

Machtspiele
Wenn man sich in die Macht verliebt
Einen Teil der eigenen Seele hingibt

Sich mit einer Illusion beschwert
Die das Erkennen der Einheit verwehrt

Gelingt es alle Macht wirklich aufzugeben
Ermöglicht dieser Tod die Einheit zu leben

Ja es wird noch weiter wirken….. Machtlos grüßt der Kobold

Zwei Welten

Freitag, März 13th, 2009

Hallo

gestern mußte ich aufhören meine Geschichte zu erzählen. Heute spüre ich: Es ist gut so. Mir ist es wichtig über dieses Tanzen in beiden Welten zu reden. Die Bürde und die Freude ganz im Absoluten, in der Freude in der Vollkommenheit und in der Einheit zu sein, faktisch sich in jeder Sekunde bewußt zu sein, dass jeder Teil des G(l)anzes ist. Mit diesem Bewußtsein in der relativen Wirklichkeit zu bestehen, ist für mich eine echte Herausforderung. Für wenige ist es erträglich, wenn sie dies hören. Jeder der mit Widrigkeiten wie finanziellen Problemen, Partnerschaftsproblemen, Teenagerreibereien kämpft hat für solche Ausagen eigentlich nur ein mitleidiges Lächeln übrig. Auch wenn mir meine Freunde und sogar einige Bekannte diese Sichtweise zugestehen, für sich selber können sie es nicht sehen. Sie sind dankbar für die Zuversicht, die ich ausstrahle und die Lebensfreude, die ich vermittele

Mir ist es so klar, es ist so offensichtlich, so absolut unübersehbar und für die anderen ist dieses Wissen ganz im Dunkeln. Deswegen tut es so gut hier zu schreiben. Ich weiß, sollte es Leute geben, die dies lesen so werden sie wirklich verstehen.

Ja und na klar , es gibt wieder ein Gedicht über den Tanz des Lebens:

Mitgefühl
In der Tiefe meines Herzens kann ich spüren
Wie sich Freud und Leid berühren

Sie gestalten des Lebens Tanz
Zusammen erschaffen Sie den Menschen ganz

Die Essenz von beiden
Ist nicht das Leiden

Es ist das Streben nach Einheit
Nach menschlicher Vollkommenheit

und so gibt es für mich nicht wirklich einen Unterschied zwischen dem Schmerz und der Freude. Beides sind Zeichen von Lebendigkeit und von der Vielfalt des Lebens. So schließe ich mit einem grollendem Lachen über diesen großen Witz, der sich Leben nennt….

Zynisch?

Donnerstag, März 12th, 2009

Hallo

Gestern stellte habe ich einen Blogbeitrag veröffentlicht ohne vorher die Nachrichten gehört zu haben. Mit dem Amoklauf in den Gedanken und im Herzen hört sich ein Satz wie Hihi und hähä statt Buh und Bäh ziemlich zynisch,ja nachgerade brutal an. Jedenfalls in der relativen Wirklichkeit. Der Amoklauf hat in mir ganz viel Schmerz fühlbar gemacht. Dieser Schmerz steht vor der Leichtigkeit. Denn das Lachen bleibt weiter Bestandteil des Lebens, doch tiefes Mitgefühl und das Wissen um die Vergänglichkeit stehen bei mir jetzt im Vordergrund. Und doch spüre ich tiefes Glück, als Teil der Einheit, der wirklichen Vollkommenheit

Im Schmerz vereint
Der Schmerz, den keine Bewertung erreicht
Der nichts mit gut oder böse vergleicht

Dieser Schmerz fällt aus der Zeit
Gestaltet eine eigene Wirklichkeit

Denn lässt du im Schmerz alle Ängste, alle Wünsche los
Kehrst du heim in Gottes Schoß

Bist mit allem vereint
Während du tiefe Tränen weinst

Siehst die göttliche Vollkommenheit
Fern ab der relativen Wirklichkeit

In diesem Sinne: einen besinnlichen Tag.. Der Kobold

Regenbogen

Mittwoch, März 11th, 2009

Hallo….
als ich zwei riesengroße Regenbogen sah, die zusammen ein Tor bildeten, wußte ich: Mir war nichts zufälliges passiert. Alles hatte seinen Sinn und ich bekam eine erste Ahnung von der Leichtigkeit des Seins:

Regenbogen:
Ich bin ganz und gar aufgesogen,
Von diesem tollem Regenbogen

Trauer, Wut, Einsamkeit und Schmerz,
Freude Mitgefühl und Glück
Für dies alles ist Platz in meinem Herz
Aber es macht mir total verrückt

Das eine möchte ich haben
Dem anderen möchte ich entsagen

Und trotzdem baute man eine Leitung
In die Tiefe meines Herzens

Dies bewirkte eine Art Befruchtung
Mit dem Kern universellem Lebens

Was das für mich bedeutet?
Bin ich jetzt wohl erleuchtet?

Dies ist leider nicht die eine Frage, die sich stellt,
Auch wenn sie meiner Eitelkeit sehr gut gefällt

Was kann ich im Leben sein?
Wo pack ich Kraft und Leidenschaft rein?

Wie kann ich dem Leben dienen
Ohne mich zu verbiegen?

Wo ich eine Antwort finde?
Vielleicht in meinem Kinde?

Nee, das ist es nicht
Genauso wenig wie die Pflicht

Hmm im Lachen steckt die Antwort drin,
das ist die Antwort, die ich find..

Vielleicht bist du ja jetzt überrascht
Hältst das alles nur für Quatsch?

HiHi und HäHä
Statt Buhh und Bähh?

Wenn du es so nennen magst,
stimmt, damit ist eigentlich alles gesagt..

ach ja..
Transformation
Ist die wissenschaftliche Definition…

dieses Gedicht machte und macht mir immer wieder viel Freude. Falls dies jemand liest, dem ähnliches passiert ist, so möchte ich mit meiner Geschichte Mut machen. Ich werde in dieser Woche noch von einigen sehr verzweifelten Momenten berichten. Doch auch von der Schönheit und von der Liebe möchte ich schreiben. Ich habe gelernt, zum Teil sehr mühsam gelernt, alles anzunehmen, die Ängste, die Verzweiflung, die Liebe und natürlich die Kostbarkeit jeden Augenblicks. Mir ist es wichtig diese Erfahrung zu teilen, auf dass sie vielleicht jemanden zu Ohren/Augen kommen möge, der das Wissen um genau so eine Erfahrung braucht.