Sterben
gerstern bin ich mal wieder gestorben, hab mir und meinen Mustern ins Gesicht geblickt- und irgendwie war ganz viel Nein in mir: So will ich nicht mehr weiterleben- so hartherzig. Na ja klar, kam da die Auseinandersetzung mit wieso sind das meine Muster und meine Verhaltensweisen- da gings dann ganz tief rein in die frühe Kindheit:
Ich ging zum Meditieren in eine Gemeinschaft. Bei Meditieren merkte ich: es gab für mich nur einen Wunsch: Schüler werden. Doch ich merkte, ich hatte nie gelernt wirklich anzunehmen. Denn bereits als Baby lernte ich für mich zu sorgen. - fallen lassen, ohne Mißtrauen einfach annehmen- Oh oh welch harte Übung. Mir liefen die Tränen runter, ich kann diesen so heilsamen Zustand nur schwer beschreiben. Es scheint, als fängt da etwas an wegzufallen, wegzubrechen, ein Anfang nur und doch fühlt es sich wie sterben an:
Umgebracht
Gestern hat`s in mir gekracht
Das Ich wurde mal wieder umgebracht
Der Boden, auf dem ich stand, zerfloss
Wegen der Tränen, die ich vergoß
Wiedermal alles aufgegeben
Wiedermal anfangen zu schweben
Wiedermal bin ich gestorben
Wiedermal jemand anders geworden
Zum ersten Mal ist der Tod wirklich klar
Zum ersten Mal find ich`s wunderbar
Fazit:
Ist das Sterben erst gelernt
Lebt es sich ganz unbeschwert
Vielleicht ein wenig zu optimistisch formuliert, aber was ein richtiger Kobold ist….Ach ja, eins habe ich gemerkt um wirklich sterben zu können, muss man ganz im Hier und Jetzt sein, sonst funktioniert es nicht. Eigentlich logisch, aber ich brauche manchmal etwas länger….