Archive for März, 2009

Aha….

Montag, März 30th, 2009

heute bin ich mal wieder sehr erschöpft, auf allen Ebenen. Es scheint so als, könnte ich mich nie mehr erholen. Na ja ich bin ganz im hier und Jetzt. Ein später gibt es da nicht… Kicher… Ich bin erstaunt wie locker ich meine finanzielle Situation sehen kann, eine wichtige Einnahmequelle von über 400,– Euro im Monat läuft aus. Mehr arbeiten kann ich mir im Moment nicht vorstellen, das pack ich wohl kräftemäßig nicht, abgesehen von der Betreuung der Kinder… OB ich die Wohnung halten kann werde ich sehen…

Dann treffe ich heute eine Bekannte beim Einkaufen. Ihr geht es psychisch sehr schlecht. Das Gespräch mit mir hatte ihr schon mal sehr geholfen.. so kam es, dass sie sich mir wieder anvertraute. Es hat ihr wieder geholfen. Sie möchte bei mir regelmäßig Gesprächstermine haben, die sie bezahlt. Am Ende diese Gespräches zahlt sie mir überraschend einen vereinbarten Stundenlohn. Ob es was regelmäßiges wird oder nicht, aber was es in mir auslöst ist klar: Aha………

Das Gespräch hat mich nicht erschöpft, eher erholt. Es war sehr lebendig, es war sehr viel Kontakt da. Ich will gar nichts haben, nichts bewerten, gar nichts sein, in mir ist nur ein großes Aha…..

Pläne

Sonntag, März 29th, 2009

heute habe mich mit meiner Freundin über unsere Pläne für die Zukunft unterhalten, die Zeit nach den Kindern, über die Zeit in der wir in Rente sind. Sie kann sich vorstellen die Wohnung einer Renten WG zu finanzieren, zu verreisen, im Hospiz zu arbeiten……

Alles sehr klar- ich merkte wie weit weit weit weg das von mir ist. Es geht für mich so gar nicht in diese Richtung zu denken. Es scheint ich bin wirklich sehr im Hier und Jetzt verankert. Einzig eine Vision zieht sich durch alle Zeiten, die Vision vom Sitzen auf der Parkbank. Inspiriert hat mich hierzu das Buch von Tolle, der zwei Jahre auf der Parkbank saß…..

Das Ende der Furcht
Die Angst vor der Parkbank
machte mich ganz krank

Der Gedanke dort zu sitzen
In jeden Moment das Glück zu besitzen

Dabei jegliche Verpflichtung zu verlassen.
Diesen heimlichen Wunsch wollte ich hassen

Denn mein Leben mit Kind und Arbeit
Schien mir die wahre Wirklichkeit

Doch immer mehr ließ ich los
Fühlte mich immer mehr von der Göttlichkeit liebkost

Die Kinder können auch alleine sein,
die Arbeit ist nicht wirklich mein

Sehe ich mich jetzt auf der Bank
Fühle ich heißen Dank

Denn ich weiß ich kann in jedem Moment alles verlassen
Dieses Wissen macht mich ganz gelassen

Ich brauche nicht Geld noch Gut
Auch nicht der Kinder Mut

Das Nichts ist mein wahres Element
Da sich hier das Göttliche bekennt

Losgelöst von Hunger, Durst und Zeit
Spüre ich das Wunder der Unendlichkeit

hm. Es ist schon einige Zeit her, dass ich das geschrieben habe. Die Erfahrung von gestern macht mich allerdings nachdenklich. Wenn ich mit so`n bisßchen Kopfkino nicht umgehen kann, bin ich wohl noch nicht ganz reif für die Parkbank…. Zumal ich echt Bedenken habe mich wieder zum Meditieren hinzusetzen. Aber ich weiß jetzt warum und wofür… Das Meditieren ist mein Training für die Parkbank…..Schon fang ich wieder schallend an zu lachen und freu mich und freu mich und freu mich und freu mich……

Panik

Samstag, März 28th, 2009

Es kam wie es wohl kommen musste… Bei der Meditation in der Gruppe heute morgen hatte ich in der zweiten Runde eine Art Panikattacke. Mein Bein war eingeschlafen, es schmerzte höllisch. Am liebsten wäre ich gegangen… ging aber nicht, denn mit einem eingeschlafenem Bein konnte ich nicht gehen, ich fühlte mich total hilflos, mir wurde heiß, ich hatte das Gefühl in Ohnmacht zu fallen. Na ja ich blieb und ich blieb in Panik. Das war mir noch nie passiert- weder innerhalb- noch außerhalb der Meditation. Cool war, das mein Bein am Ende der Meditation sehr beweglich war……..Das Kopfkino konnte sich nicht klarer entlarven….. Eine Panikattacke ist ja in der Regel eine Verlagerung, das heißt man will etwas nicht zulassen… Ich wollte die Tränen nicht wieder so fließen lassen, wie beim letzten Mal. Ich glaube, erstmal gestehe ich mir zu, dass die Tränen fließen können. Das nächste Mal frag ich, ob das für die Leute ein Problem ist, wenn das passiert…. Dann sollte sich das mit der Panik wohl erledigen…Mein Optimismus kennt keine Grenzen.

So und heute wage ich es ein Gedicht zu “veröffentlichen”, das ich schon immer reinstellen wollte, aber mich nie getraut habe. Also die Panik heute hat mich gelehrt, es ist besser die Dinge,die anstehen zuzulassen und so will ich es trotz leichten Bauchgrimmens tun. ich schrieb dies Gedicht nach einer Erfahrung mit körperlicher Gewalt. In der dann folgenden großen Verzweiflung machte ich eine existentielle Erfahrung von Trost. Somit passt dies zum Thema von gestern und irgendwie auch von heute…
Kostbarkeiten
Das Leben an sich
ist eine Kostbarkeit

Der Flügelschlag eines Schmetterlings
ist eine Kostbarkeit

Das Lächeln eines Kindes
ist eine Kostbarkeit

die Wärme auf den Steinen
ist eine Kostbarkeit

Deine Faust in meinem Gesicht
ist eine Kostbarkeit

Meine Faust in deinem Gesicht
ist eine Kostbarkeit

unsere blutenden Nasen
sind eine Kostbarkeit

die Träne des Schmerzens
ist eine Kostbarkeit

die Träne der Freude
ist eine Kostbarkeit

die erwiderte Liebe
ist eine Kostbarkeit

die verschmähte Liebe
ist eine Kostbarkeit

die Stille
ist eine Kostbarkeit

der Lärm
ist eine Kostbarkeit

Alles ist Teil des Universums
Alles ist vergänglich
Alles ist eine Perle des Augenblicks im Schatz der Entwicklung

So lerne ich immer mehr das Geschenk jeden Augenblicks anzunehmen….so schwer es auch ab und an fällt. Dieses Gedicht ist in seiner Klarheit für mich immer wieder eine Herausforderung, es ist so leicht mißzuverstehen……und deshalb ist es so schwer es anderen mitzuteilen. ….auch für einen Kobold

Schnittpunkt

Freitag, März 27th, 2009

heute habe ich 12 Stunden durchgehend gearbeitet und trotzdem muss ich mich noch an die Tasten setzen. Denn was mich gerade umtreibt ist so überwältigend, dass es ein Ventil braucht. Ich bezieh mich auf gestern: Als Baby für mich zu sorgen meint natürlich, dass ich emotional für mich sorgte, die Grundversorgung konnte von meinen Eltern nur mechanisch vorgenommen werden. als ob ich eine Puppe wäre. Eine Beziehung konnte meine Mutter zu mir im ersten Lebensjahr einfach nicht entwickeln. Da meine Geburt sie so aus der Bahn geworfen hatte, waren auch alle anderen in der Familie aus dem Tritt und ich war ein Deutliches Zuviel für jeden in meiner Umgebung - in jedem Moment.Um zu überleben muss ich damals den Draht zur anderen Wirklichkeit entwickelt haben zur Einheit, zur Liebe und zur Stille. Gleichzeitig wurde ich aber immer wieder mit dem Horror der anderen Realität konfrontiert, das Glück der Einheit war für mich untrennbar mit einem brutalem Schmerz gekoppelt. Diese Kopplung ist für mich gerade jetzt sehr spürbar. Horror und höchstes Glück sind für gerade jetzt gleichzeitig spürbar. Der Schnittpunkt von beiden ist die Essenz des Lebens.. Bin ich mit beiden verbunden fühl ich mich lebendig und sehr präsent, aber auch sehr verwundet und ich will genauso sein wie ich bin -nicht ein fizzelchen anders

Hm und das freut den Kobold in mir

Sterben

Donnerstag, März 26th, 2009

gerstern bin ich mal wieder gestorben, hab mir und meinen Mustern ins Gesicht geblickt- und irgendwie war ganz viel Nein in mir: So will ich nicht mehr weiterleben- so hartherzig. Na ja klar, kam da die Auseinandersetzung mit wieso sind das meine Muster und meine Verhaltensweisen- da gings dann ganz tief rein in die frühe Kindheit:

Ich ging zum Meditieren in eine Gemeinschaft. Bei Meditieren merkte ich: es gab für mich nur einen Wunsch: Schüler werden. Doch ich merkte, ich hatte nie gelernt wirklich anzunehmen. Denn bereits als Baby lernte ich für mich zu sorgen. - fallen lassen, ohne Mißtrauen einfach annehmen- Oh oh welch harte Übung. Mir liefen die Tränen runter, ich kann diesen so heilsamen Zustand nur schwer beschreiben. Es scheint, als fängt da etwas an wegzufallen, wegzubrechen, ein Anfang nur und doch fühlt es sich wie sterben an:

Umgebracht
Gestern hat`s in mir gekracht
Das Ich wurde mal wieder umgebracht

Der Boden, auf dem ich stand, zerfloss
Wegen der Tränen, die ich vergoß

Wiedermal alles aufgegeben
Wiedermal anfangen zu schweben

Wiedermal bin ich gestorben
Wiedermal jemand anders geworden

Zum ersten Mal ist der Tod wirklich klar
Zum ersten Mal find ich`s wunderbar

Fazit:
Ist das Sterben erst gelernt
Lebt es sich ganz unbeschwert

Vielleicht ein wenig zu optimistisch formuliert, aber was ein richtiger Kobold ist….Ach ja, eins habe ich gemerkt um wirklich sterben zu können, muss man ganz im Hier und Jetzt sein, sonst funktioniert es nicht. Eigentlich logisch, aber ich brauche manchmal etwas länger….

so anders

Mittwoch, März 25th, 2009

Fühl mich heute so anders, die Kommunikation im Büro ist total schief, ich fühlte mich irgendwo echt mies, aber auch leicht tänzelnd. Zusammen ist das

so anders

so sehr getrennt von den menschen mit denen ich zusammen bin

so sehr vereint mit allem

geht beides zusammen?

getrennt und doch vereint??

Habe gerade ein paar Zeilen geschrieben, die meinen Gefühlszustand wiedergeben:

Diebe
Die Schneeflocke spiegelt die Vergänglichkeit
Dieser einen Wirklichkeit

Bin so traurig,
mir ist ganz schaurig

aber auch fröhlich
fühl ich mich

Alles kommt und geht
Nur die Einheit nie verweht

Die Stille und die Liebe
Sind die Diebe

Meiner Trauer und meiner Wut
Upps- auf einmal geht’s mir richtig gut

hmm? sprach verwirrt der Kobold

DA SEIN

Dienstag, März 24th, 2009

Es gibt nichts zu sagen, es gibt nichts zu schreiben.

Es reicht einfach nur ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, ,,,,,,,,,,,,,,,,, Da,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,zu,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,sein

,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,Gruß
,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,vom ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,Kobold

Reinigung

Montag, März 23rd, 2009

bin heute sehr erschöpft, körperlich erschöpft, geistig auf Pause?, ja irgendwie so . zwischenzeit und zwischenweltmäßig. ziemlich entspannt, relaxed. Nichts muss ich tun, nichts muss sein, alles ganz easy. alles läuft auch ohne irgendeine Einwirkung von mir, Auch dieser Zustand hat was, alles in mir scheint stillzustehen. Hm spannend. Heute ganz bewußt keine Reime. Denn nichts muss sein.
ja es wirkt so, alles wäre eine Art Säuberung in mir aktiv, was da genau passiert? Keine Ahnung….

Leben ist an jedem Tag neu, in jeder Sekunde neu, wenn mann sich einläßt kann man in jedem Moment das Sterben und das Werden entdecken. wie wunder wunderschön findet der Kobold

Weitergehen

Sonntag, März 22nd, 2009

hm heute ist mal wieder Kopfschmerztag- trotzdem schreibe ich hier. Gestern ist es beim Meditieren erstmals fast nicht aushaltbar gewesen. Ich hätte husten müssen, wollte aber nicht, es war in der Gruppe… dann das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Ich merkte, es war wie mit Schmerzen im Rücken, in den Knien, okay dass es da ist, okay dass ich keine Luft mehr bekomme, aber es muss keine Auswirkungen auf mein Handeln haben. Mir liefen die Tränen runter vor Anstrengung, aber es war genauso zu tun. Diese Erfahrung hilft mir heute, die Kopfschermerzen sind da, es ist okay… aber es bedeutet nicht, dass es mich bei meinem Tun behindert. Welche Freiheit, welcher Frieden…’Gut wirkliches Entspannen und im Hier und Jetzt sein fällt noch etwas schwer, aber es ist ein Prozesss des Lernens….Hm ja, einfach weitergehen und entscheiden, was gerade jetzt zu tun ist…. es scheint es entwickelt sich ein Ansatz von Lässigkeit, im Sinne von Gelassenheit und so grüße ich ganz entspannt mit meinem Lieblingssatz:

Absichtslosigkeit ist ein wunderbares Kleid
ist ein Spiegel der Unendlichkeit……

Liebe

Samstag, März 21st, 2009

wer die Geschichten von Axel Hacke mag, kann sich vorstellen, das auch Dinge eine Seele haben und kann verstehen: Meine Espressomaschine ist eine Diva. Sie lenkt mich manchmal unauffällig…so fand ich mich seit Tagen im Internet stundenlang nach geeigneten Kaffeemühlen suchend. Ziemlich schnell war klar, welche es sein sollte. Doch sie war mir zu teuer, was brauche ich mit wenig bis gar kein Geld so eine Kaffeemühle…. Nun ja, Du kennst es warscheinlich: Es half nichts. Es war zu tun. So steht jetzt in meiner Küche eine ziemlich designte männliche Kaffemühle neben meiner Diva. Ich gebe zu:ein hübsches Paar, sie haben sich gesucht und gefunden (finden lassen)….Da komme ich doch so richtig ins Grübeln und denke, wie einfach hat es doch so ein Maschinchen… Freuen sich nur an der Nähe des anderen, an dessen Da-sein, brauchen und wollen nichts vom anderen, welch glücklicher Frieden. So stelle ich mir die ideale Liebe vor:

Liebe
Liebe jenseits von Haben (wollen)
Ist die größte aller Gaben

Ob man die Liebe zusammenlebt
Oder sie einen alleine in den Himmel hebt

Ist die gleiche Wirklichkeit
Sie entfernt dich von der Einsamkeit

Das Herz ist in 1000 Funken aufgeteilt
Weil die Göttlichkeit in ihr verweilt

Der Mensch erscheint im hellen Glanz
Die Teilung macht ihn ganz

Lachend und freuend und die ganze Welt liebend grüßt der Kobold